| Helfen - oder nicht? |
| Geschrieben von: Thomas Hoffmann |
| Montag, 21. September 2009 um 21:23 Uhr |
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Die Ereignisse überschlagen sich derzeit: in München wird ein Mann, der sich schützend vor Kinder gestellt hatte, brutal zusammengeschlagen. Sein couragiertes Eingreifen bezahlt er mit dem Leben. In Pforzheim dreht daraufhin das ZDF am Freitag Szenen aus der Schutzengelausbildung und zeigt anschließend in der Fußgängerzone, wie die Schutzengel das Gelernte in der Öffentlichkeit in die Tat umsetzen. Bei den Dreharbeiten geht allerdings etwas schief: wir rechneten nicht damit, dass engagierte Bürger in die Szene eingreifen würden, bevor die Schutzengel überhaupt eine Chance hatten, die gestellte Situation zu bereinigen - aber, das ist ein gutes Zeichen, denn die Menschen helfen Fremden in Notsituationen immer noch - oder jetzt erst recht? In der nächsten gestellten Situation, in der 2 Männer auf einen Unbeteiligten in der belebten Innenstadt losgehen, sorgt wieder für Aufsehen. Diesmal schreitet jedoch ein Schutzengel ein und holt sich gleich noch Helfer dazu - so geht es besser und sicherer, wenn auch nie ganz ohne Risiko. Doch sie machen ihre Sache sehr gut, halten Abstand und sind in Überzahl. Dann am gleichen Abend der Schock: wieder hilft ein Mann einem anderen, 65 Jahre alten Mann, der durch jugendliche Mädchen angepöbelt wird. Diesmal ist es leider aber Realität. Der Helfer wird von den Jugendlichen, die Unterstützung von einem männlichen Freund bekommen, zusammengeschlagen und zu Boden geworfen. Dort prallt er mit dem Kopf auf das Pflaster und verliert das Bewusstsein. Die Jugendlichen flüchten und lassen den schwer verletzten Mann zurück. Pforzheim erscheint in den Schlagzeilen. Wenigstens konnten alle beteiligten Jugendlichen festgenommen werden. Zivilcourage beweisen steht im Moment im Blickpunkt und wird überall kontrovers diskutiert. In den pz-news sieht man deutlich unterschiedliche Meinungen. Sicher ist: das Risiko spielt immer mit und deshalb geben wir im Schutzengelworkshop Handlungshilfen, damit die Hilfe möglichst nicht zum eigenen Fiasko führt. Was meint Ihr dazu? Thomas Hoffmann |

