Verflixter Dienstag
Geschrieben von: Jessica Offenborn   
Dienstag, 01. Dezember 2009 um 15:00 Uhr

Meine letzten Wochen an der Uni im Norden Deutschlands waren recht stressig, hatte einiges mit den ganzen Klausuren zu tun. Besonders der Dienstag 10. November hatte es in sich - aber nicht nur wegen der Uni.

Als ich an besagten Dienstag nach 4 Stunden Klausur endlich in Richtung Bahnhof wollte, bin auch noch zu einer beginnenden Messerstecherei in der Innenstadt gekommen.
Naja, also Handy raus und die Polizei anrufen. Die Beamten haben mich dann zurückgerufen, damit es mit der Einweisung in der dunklen Innenstadt schneller ging.
Also lange Rede kurzer Sinn, es ist gut ausgegangen - ohne größere Verletzungen und der Typ konnte auch festgenommen werden. Zunge rausstrecken


Damit aber auch noch nicht genug: endlich am Bahnhof angekommen hatte der Zug Verspätung (grund Personenschaden), naja da hab ich mir ja noch nicht so viel dabei gedacht, denn das kommt gerade im Herbst/Winter ja öfter mal vor. Als ich dann nach der Fahrt im Auto war und Radio gehört habe, wusste ich auch was los war. Robert Enke hatte sich vor den Zug gestellt und war der genannte Personenschaden. Traurig


Mittlerweile war es nun schon wirklich spät und ich hatte mich schon auf den Feierabend gefreut, da fuhr vor mir auf der Landstraße in Richtung unseres Wohngebiets ein Autofahrer immer bedenkliche Schlangenlinien.
Im Wohngebiet angekommen ist er dann halb gegen einen Betonfeiler gekracht. Also, ihr könnt euch ja schon denken was jetzt kommt :-) Handy raus und die Polizei informiert. Kamen auch relativ schnell, wir hatten besprochen, dass ich bis dahin hinter dem Auto bleibe. Und so war dann irgendwann gegen kurz vor 22.00 Uhr auch dieser Tag geschafft.

Die Tage nach diesem Dienstagabend waren wirklich ganz komisch in Hannover. Eine ganze Stadt war wie gelähmt durch den Tod von Robert Enke. Diese Stimmung kann man gar nicht beschreiben. Ihr habt ja sicher mitbekommen, dass am Mittwochabend dann der Trauerzug durch die Innenstadt von Hannover ging. Unter anderem auch an der Uni lang genau zu dem Zeitpunkt als ich Schluss hatte. War schon Wahnsinn knapp 40.000 Menschen.

Das war wirklich ein Schutzengel-Day (auch wenn einer keinen hatte).

LG

Jessica